Wilhelm von Ockham

Wilhelm von Ockham
Geburt 1258
Tod 1347

War ein englischer Mönch, Theologe und genialer Philosoph und Logiker, von dem wir im Kapitel „Vernunft und Schein“ berichteten. Von ihm stammt der Vorschlag, unnötige Annahmen und Abstraktionen aus rationalen Überlegungen herauszustreichen. Ockham fand, dass Vernunft und Glauben gänzlich voneinander abzugrenzen seien – die ganze Freiheit des Göttlichen Willens sei durch keine rationalen Ideen gebunden; das Fundament für Wissen liege gänzlich in individuellen Ideen. Die Philosophie könne nicht der Theologie „Magd“ sein, weil sie nicht mit ihr in Verbindung stehe, ebenso wenig wie die irdische und die göttliche Gewalt, weshalb Kirche und Staat laut Ockham grundsätzlich getrennt sein sollten (das stellte man bereits im 13. Jahrhundert fest!). Er ist einer der Protagonisten in Umberto Ecos weltberühmtem Roman Der Name der Rose.

Ein Newsletter, der keine Angst hat auf die großen Fragen unserer Zeit zu antworten

* Durch das Ausfüllen Ihrer E-Mail-Adresse Sie stimmen zu, unsere neuesten Nachrichten über Vitaly Malkin per E-Mail zu erhalten, und Sie sind unserer Datenschutzrichtlinie bewusst.