Thomas von Aquin

Thomas von Aquin
Geburt 1225
Tod 1274

War ein bedeutender christlicher Philosoph, Theologe und Dominikaner. In der Ethik versuchte Thomas die aristotelische Tugendlehre mit christlich-augustinischen Erkenntnissen zu verbinden. Er war vollständig davon überzeugt, dass Gott den Menschen für die Einhaltung der Vernunftordnung nach dem Naturrecht erschaffen hatte, welches auch dem göttlichen Gesetzeswillen entspricht. Eben dieses ausgezeichnete Gesetz gestattete den „gerechten Krieg“ und musste einer vernünftigen staatlichen Einrichtung zugrunde liegen (hier sehen wir tatsächlich Parallelen zur Argumentationsstrategie von Anhängern anderer Religionen – die ihrerseits das Funktionieren des richtigen Staates von der Scharia als deren Grundlage abhängig machen). Er systematisierte die Scholastik und formulierte fünf Gottesbeweise (Quinque viae). Die Vernunft erkannte er an, gleichwohl arbeitete er in seiner Gotteslehre die Bedeutung der Offenbarung heraus, die für philosophische Überlegungen allein unerreichbar bleibe. Endziel und höchstes Gut blieb für ihn die ewige Glückseligkeit, die – im jenseitigen Leben – durch die unmittelbare Anschauung Gottes erreicht werden könne. Er zog sogar die kleinsten Aspekte des Glaubens in Betracht. Wir haben in unserem Buch seine Meinung zur „sündenfreien“ und gleichwohl jungfräulichen Fortpflanzung im Paradies angeführt sowie seine Einstellung zur Rolle der Beschneidung und der Todsünde der Masturbation.

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