David Hume

David Hume
Geburt 1711
Tod 1776

War ein bedeutender schottischer Philosoph und Agnostiker, der die Richtigkeit religiöser Moral dementierte, denn unsere moralischen Vorstellungen würden auf rein menschlichen Gefühlen basieren. Er war Historiker (Geschichte von Großbritannien und Geschichte von England in 6 Bänden) und Ökonom (begründete die Idee vom Privateigentum und meinte, dass völlige Gleichheit zur Verarmung aller führe). Er bestritt angebliche angeborene Weltvorstellungen – die Menschen würden nicht einmal sich selbst kennen und nicht von Vernunft, sondern von empirischen Erfahrungen und triebhaften Leidenschaften gelenkt werden. Wobei Leidenschaften oft vor der Vernunft überwiegen und wir nur zu dieser zurückkehren, um unsere Leidenschaften zu rechtfertigen und zu befriedigen: „Die Vernunft ist und sollte auch nur Sklavin der Leidenschaften sein.“ Nichtsdestotrotz ist es doch wohl besser, alles dafür zu tun, um unsere Leidenschaften zu stillen, als sie völlig zu leugnen, wie es die Religion tut.

Hume hatte eine interessante Position zum Thema „religiöse Wunder“. Vermeintlich geschehene Wundertaten würden uns keinen Grund zur Annahme der Existenz Gottes bieten. Wunder hätte es in der Geschichte nie gegeben, denn sie widersprechen den Gesetzen der Natur, dem gesunden Menschenverstand und jeglicher vorausgehender Erfahrung. Man könnte sie allerhöchstens als Fehler unserer Sinnesorgane erklären. Alle Bezeugungen von Wundern seien von „barbarischen ignoranten Nationen“ zu uns gekommen, hinzu kommt der menschlich Hang, die wundersamen Erzählungen zu beschönigen, um die eigene Religion bekräftigt zu sehen oder berühmt zu werden.

Ein Newsletter, der keine Angst hat auf die großen Fragen unserer Zeit zu antworten

* Durch das Ausfüllen Ihrer E-Mail-Adresse Sie stimmen zu, unsere neuesten Nachrichten über Vitaly Malkin per E-Mail zu erhalten, und Sie sind unserer Datenschutzrichtlinie bewusst.